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Master of Arts

Studienaufbau Master Politikwissenschaft

Überblick

Der Master Politikwissenschaft umfasst 120 Kreditpunkte über zwei Jahre (vier Semester, Vollzeit). Er besteht aus den unten aufgeführten Bereichen (Basisbereich, Schwerpunktbereich, Ergänzungsbereich) sowie der Masterarbeit (24 Kreditpunkte) und gliedert sich in sechs Themengebiete. Im Folgenden werden die Bereiche sowie die Themengebiete näher beschrieben.

Themengebiete

Das Lehrangebot des Fachbereichs Politikwissenschaft der WiSo-Fakultät spiegelt das breite Spektrum des Fachs wider und zielt darauf ab, die Politikwissenschaft als facettenreiches Fach einzuführen, ohne sich vorzeitig auf eine bestimmte Nische oder Subdisziplin zu spezialisieren. Die Studierenden haben jedoch die Möglichkeit, die Fachrichtungen nach ihren Interessen auszuwählen. 

  • Vergleichende Politische Institutionen konzentriert sich auf analytische Konzepte wie institutionelle Gleichgewichte und Gleichgewichtsinstitutionen, institutionelles Design, institutioneller Wandel und endogene Institutionen, Pfadabhängigkeit, Präferenzaggregation, Koordination, kollektives Handeln, Principal-Agent-Beziehungen, Veto-Spielertheorie und Formenvon Demokratie. Professor, der diesen Bereich koordiniert: André Kaiser.)
  • Vergleichende Politische Ökonomie beschäftigt sich mit der vergleichenden Analyse des ko-konstitutiven Verhältnisses zwischen Politik und Wirtschaft in bestimmten Ländern. Analytisch bezieht sie sich dabei auf ein vielfältiges Spektrum von Konzepten, die den materiellen Charakter von Präferenzen, Interessen, politische und wirtschaftliche Macht, Institutionen und Politiken in den Mittelpunkt ihrer Analyse stellen. Die Studierenden sollen verstehen, wie sich fortgeschrittene kapitalistische Demokratien und Wohlfahrtsstaaten aufgrund von Herausforderungen wie Globalisierung, Digitalisierung, Finanzialisierung und Migration verändern. Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf (vergleichenden) Fallstudien. (Professorin, die diesen Bereich koordiniert: Christine Trampusch.)
  • Empirische Demokratietheorie befasst sich mit der Gestaltung, Funktionsweise und Leistungsfähigkeit von Demokratien. Die angebotenen Kurse führen die Studierenden in verschiedene Demokratietheorien (sowohl klassische Theorien als auch neuere Ansätze) ein, zeigen die besonderen Herausforderungen auf, die Phänomene wie Ungleichheit und Globalisierung an demokratische Nationalstaaten stellen und ermutigen die Studierenden zu prüfen, ob, wie und wann demokratische Nationalstaaten in der Lage sind, verschiedene normativ wünschenswerte Kriterien zu erfüllen. Zur Bearbeitung dieser Fragen werden sowohl formale Analysen als auch statistische Methoden eingesetzt. (Professorin, die diesen Bereich koordiniert: Chitralekha Basu.)
  • Internationale Beziehungen umfasst verschiedene Aspekte der internationalen Politik, z.B. Konflikt- und Kooperationsforschung, Sicherheitspolitik, Geopolitik, internationale Regulierungspolitik sowie Information und Kommunikation. Für die Analyse dieser Phänomene werden theoretische Ansätze wie Realismus und Neorealismus, Interdependenz und Institutionalismus, die liberale Theorie der Internationalen Beziehungen, die internationale politische Ökonomie sowie der Sozialkonstruktivismus verwendet. Weitere analytische Ansätze sind die liberale Analyse (Interessengruppen, Medien, öffentliche Meinung), der Mehrebenen-Ansatz, die theoretische Analyse von Bürokratie und Organisation sowie die politische Psychologie und Gruppenentscheidung. (Professor, der diesen Bereich koordiniert: Thomas Jäger.)
  • Europa- und Mehrebenenpolitik befasst sich mit der politischen Repräsentation, der Parteipolitik und der Politikgestaltung auf nationaler und supranationaler Ebene in Europa. Ausgehend von einem grundlegenden Toolkit zur Analyse fortgeschrittener Demokratien (einschließlich Delegationsmodelle, räumlicher Modelle der Politik, formale Argumentation) lernen die Studierenden, aktuelle Entwicklungen und politische Phänomene zu untersuchen, die für europäische Demokratien und die Europäische Union von besonderer Bedeutung sind. Der Bereich umfasst außerdem die Vermittlung von angewandten quantitativen Methoden zur quantitativen Textanalyse und kausalen Inferenz unter Verwendung der statistischen Programmiersprache R. (Professor, der diesen Bereich koordiniert: Sven-Oliver Proksch.)
  • Methoden der Politikwissenschaft bietet methodische Grundlagen, die für das Studium der Politikwissenschaft unerlässlich sind. Lehrveranstaltungen zu Forschungsdesign, quantitativen Methoden und qualitativen Methoden vermitteln den Studierenden modernste Fähigkeiten für die Spitzenforschung in der Politikwissenschaft. Eine Besonderheit in diesem Gebiet ist es, dass in jedem Bereich (Basisbereich 1 und 2 sowie Schwerpunktbereich) Einführungsveranstaltungen zu verschiedenen Aspekten politikwissenschaftlicher Methoden angeboten werden, die nicht aufeinander aufbauen und daher unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge und Kombination besucht werden können. Verschiedene Forschungsprojekte der anderen Gebiete im Schwerpunktbereich bieten vertiefendes Methodentraining basierend auf diesen Einführungsveranstaltungen an (z.B. Quantitative Text Analysis im Schwerpunktmodul Politikwissenschaft V (Europäische Politik)). (Professor, der diesen Bereich koordiniert: Ingo Rohlfing.)

Bereiche

Der Basis- und Vertiefungsbereich (36 Kreditpunkte) besteht aus "Basismodulen" und "Basismodul-Seminaren".

Lehrplanübersicht (Für detaillierte Informationen zu den Bereichen und Modulen scrollen Sie bitte nach unten.)

Basismodule sind Einführungsveranstaltungen (oder Seminare) in den verschiedenen Themengebieten der Politikwissenschaft.

Basismodul-Seminare sind weiterführende Seminare, die es den Studierenden ermöglichen, ihr Wissen in ausgewählten Teilbereichen zu vertiefen.

Die Studierenden wählen:

  • Basis- und Aufbaubereich 1: drei (aus sechs) Basismodulen à 6 Kreditpunkten
  • Basis- und Aufbaubereich 2: zwei (aus sechs) Basismodul-Seminaren à 9 Kreditpunkten

Der Schwerpunktbereich (36 Kreditpunkte) besteht aus Forschungsprojekten, die in der Regel als Seminare durchgeführt werden. Schwerpunktmodule vertiefen spezifische Themen der Politikwissenschaft. Die Studierenden lernen, Ansätze und Methoden auf ein Forschungsproblem ihrer Wahl anzuwenden. Zu diesem Bereich gehört auch das obligatorische Kolloquium (9 Kreditpunkte), bei dem die Studierenden einen Entwurf ihrer Masterarbeit präsentieren.

Die Studierenden wählen:

  • Schwerpunktbereich: drei (aus sechs) Modulen à 9 Kreditpunkte und das Kolloquium

Der Ergänzungsbereich (24 CP) ermöglicht die Auswahl aus an der WiSo-Fakultät und (aufgrund einer bilateralen Vereinbarung) der Philosophischen Fakultät angebotenen Fächern und Vertiefungsangeboten.

Inhalte der Abschnitte und Module

Der Master Politikwissenschaft umfasst ein breites Spektrum zentraler Themen und Forschungsbereiche der Politikwissenschaft mit Vertiefungsmöglichkeiten in unterschiedliche Richtungen. Verwenden Sie die folgenden Links, um mehr über den Inhalt der Module in jedem Bereich zu erfahren.