Vom 14. bis 17. September 2025 wird an der Universität zu Köln die diesjährige Vereinstagung unter der Überschrift “Revival of Industrial Policy” stattfinden.
Die VfS-Jahrestagungen gehören zu den größten wirtschaftswissenschaflichen Fachkonferenzen im deutschsprachigen Raum. Neben der Kerntagung und dem offenen Tagungsteil mit über 400 Paper-Vorträgen, Preisverleihungen und Abendveranstaltungen für den wissenschaftlichen Austausch wird auch die aktuelle Schwerpunktsetzung des Vereins zum Thema Open Science in das Tagungsprogramm integriert.
Open Science steht für eine offene, transparente und nachvollziehbare Wissenschaft. Zu den wichtigsten Aspekten gehören:
- Open Access: Forschungsergebnisse sollen ohne Bezahlschranken für alle zugänglich sein.
- Open Data: Forschungsdaten sollen – soweit möglich – öffentlich bereitgestellt werden, um Reproduzierbarkeit und Weiterverwendung zu fördern.
- Open Source: Offenlegung von Software, Quellcode und Analyse-Skripten ermöglicht Nachvollziehbarkeit und stärkt die Qualität wissenschaftlicher Arbeit.
„Open Science erhöht die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten, fördert Transparenz und Reproduzierbarkeit und beschleunigt den Wissensaustausch – ein entscheidender Motor für exzellente und nachhaltige Forschung”, erklärt der Vereinsvorsitzende Klaus M. Schmidt zur Bedeutung des aktuellen Schwerpunkts.
Im Rahmen der Open Access-Initiative werden die beiden Vereinsjournale „Perspektiven der Wirtschaftspolitik” und „German Economic Review” seit diesem Jahr im Open Access veröffentlicht.
Eine eigens eingerichtete Experten-Arbeitsgruppe des Vereins beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Open Science - mit dem Ziel, den Austausch zu diesem Thema zu fördern, die wissenschaftliche Öffentlichkeit besser zu informieren und zur aktiven Diskussion über Chancen und Herausforderungen von Open Science anzuregen.
Als ersten Schritt hat die Arbeitsgruppe eine Mitgliederumfrage durchgeführt, um mehr über die Erfahrungen, Wissen und Erwartungen in Bezug auf Open Science zu erfahren. Auf der VfS-Homepage sollen fortlaufend weiterführende Informationen zu Open Access, Open Data und Open Source bereitgestellt werden.
Im Rahmen der Vereinstagung sind folgende Veranstaltungen geplant:
- Praxisorientierter Workshop “Practical Guidance for Open Science in Your Research”
(14.09.25 / 15-17 Uhr) - Paneldiskussion “Open Science - Increasing Research Transparency in Economics”
(15.09.25 / 17-18 Uhr)
Darüber hinaus engagiert sich Klaus M. Schmidt in einer Arbeitsgruppe der Leopoldina, die sich mit Open Access und der Zukunft des wissenschaftlichen Veröffentlichens beschäftigt. Ein erstes Diskussionspapier dieser Gruppe liegt bereits vor und soll weitere Debatten anstoßen.
Über den Verein für Socialpolitik:
Der Verein für Socialpolitik wurde 1873 gegründet und blickt auf eine lange Tradition zurück. Als Dachorganisation von und für Wirtschaftswissenschaftler:innen unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen zählt er mehr als 4.000 Mitglieder, darunter 1.200 Hochschulprofessor:innen und 2.000 Nachwuchswissenschaftler:innen. Die Mitglieder stammen aus aller Welt, sind jedoch größtenteils in Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet. Der Verein verwirklicht sein Ziel durch die wissenschaftliche Erörterung wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Probleme. Weiterhin betreibt er die Pflege internationaler Beziehungen innerhalb der Fachwissenschaft.