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EU-Förderung: ERC Starting Grant für die WiSo-Fakultät

Professor Dr. Johannes Wohlfart erhält renommierte europäische Förderung für Nachwuchsforschende.

WiSo Professor Dr Johannes Wohlfart vor einer Backsteinmauer und dem WiSo Schriftzug im Hintergrund. Er lächelt in die Kamera und trägt eine dunkelblaue Strickjacke und ein hellblaues Hemd.

Professor Dr. Johannes Wohlfart (Department of Economics) erhält vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) eine Starting Grant für sein Projekt „Modes of Expectation Formation in Macro and Finance“ (MODES). Außerdem ausgezeichnet wurden noch Physikerin Dr. Sabina Hillebrandt und Pflanzenwissenschaftlerin Dr. Isabel Saur der Universität zu Köln. Der ERC-Starting-Grant gilt als eine der wichtigsten europäischen Förderungen für junge Forscher:innen. Er wird für fünf Jahre vergeben und mit bis zu 1,5 Millionen Euro gefördert.

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten spielen Erwartungen eine entscheidende Rolle. Wie denken Menschen über Inflation, Arbeitslosigkeit oder Aktienmärkte? Was erwarten sie für die Zukunft, und auf welcher Grundlage treffen sie ihre Annahmen? Solche Erwartungen spielen eine zentrale Rolle in der Makroökonomik und Finanzwissenschaft und sind Gegenstand eines wachsenden Forschungsfelds.

Im Projekt MODES untersuchen die Wissenschaftler:innen systematisch verschiedene „Modi der Erwartungsbildung“, also die unterschiedlichen Ansätze, mit denen Menschen wirtschaftliche Erwartungen bilden. Bisher ist kaum untersucht, wann welche Strategie der Erwartungsbildung zum Einsatz kommt, wie die resultierenden Erwartungen tatsächliche Entscheidungen beeinflussen und welche Folgen dies gesamtwirtschaftlich hat. Das Projekt kombiniert KI-gestützte, interaktive Umfragen mit modernen ökonomischen Modellen, um systematisch zu erfassen, wie Menschen zu ihren Erwartungen gelangen. Dabei wird untersucht, wie verschiedene Gruppen, etwa Haushalte, Unternehmensmanager:innen oder Finanzanleger:innen, über Inflation, Aktienrenditen oder Arbeitslosigkeit denken. Die Umfragedaten werden mit Bankdaten und administrativen Registerdaten zu Finanzentscheidungen und Hintergrundmerkmalen der Befragten verknüpft.

„Die gewonnenen Erkenntnisse werden in realistische gesamtwirtschaftliche Modelle eingespeist, um die Folgen unterschiedlicher Erwartungsbildungsprozesse für Märkte, Preise und Arbeitsplätze besser zu verstehen“, so Wohlfart. „Das Ziel ist es, ein einheitliches und gleichzeitig differenziertes Bild davon zu entwickeln, wie Erwartungen entstehen und sich makroökonomisch auswirken.“

Johannes Wohlfart ist Professor am Exzellenzcluster ECONtribute: Markets & Public Policy. ECONtribute ist der einzige von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Exzellenzcluster mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre, getragen von den Universitäten Bonn und Köln.

Die Universität zu Köln gratuliert Professor Wohlfart herzlich zu dieser Auszeichnung!

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