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Auszeichnung für WiSo-Professorin Mona Mensmann

Mona Mensmann wurde gemeinsam mit ihren Ko-Autor:innen mit dem 2024 IGL Annual Research Prize in der Kategorie „Best Experimental Paper for Potential Policy Impact“ ausgezeichnet. Der Preis ehrt forschungsbasierte Arbeiten mit besonderem Potenzial für politische Wirkung und wird durch die Alfred P. Sloan Foundation gefördert. Ausgezeichnet wurde die Studie „Long-Term and Lasting Impacts of Personal Initiative Training on Entrepreneurial Success“ von Francisco Campos, Michael Frese, Leonardo Iacovone, Hillary Johnson, David McKenzie und Mona Mensmann.
Mona Mensmann vor einer braunen Wand.

Eine randomisierte Kontrollgruppenstudie in Togo ergab, dass Schulungen zur Förderung der Eigeninitiative für Kleinunternehmer:innen nach zwei Jahren sowohl für Männer als auch für Frauen signifikante Auswirkungen hatten. Mona Mensmann und ihre Koautor:innen haben die Unternehmer:innen der vorangegangenen Studie nach sieben Jahren erneut besucht und festgestellt, dass die durchschnittlichen Auswirkungen des Trainings zur Förderung der Eigeninitiative langfristig zu einem um 91 Dollar höheren monatlichen Gewinn führten, was mehr ist als die Auswirkungen nach zwei Jahren. Diese langfristigen Auswirkungen fallen je nach Geschlecht jedoch unterschiedlich aus: Männer erhöhen Unternehmensprofite nach 7 Jahren um durchschnittlich 77% (verglichen mit dem Mittelwert der Kontrollgruppe), bei Frauen gibt es keinen signifikanten Effekt mehr.

Mona Mensmann erhielt 2017 ihren PhD von der Leuphana Universität Lüneburg und arbeitete ab 2018 als Assistant Professor und später als Associate Professor of Entrepreneurship and Innovation an der Warwick Business School, UK. Ab 2021 bereichert Sie schließlich das Team der WiSo-Fakultät als Professorin für Innovationsmanagement und Entrepreneurship. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Psychologie des Unternehmertums, im unternehmerischen Mindset und im Training für Unternehmer:innen. Im Rahmen ihrer Forschung entwickelt und erprobt sie Maßnahmen, die Menschen dabei helfen, unternehmerischer zu denken und zu handeln, um so den wirtschaftlichen und sozialen Wandel voranzutreiben. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt dabei hauptsächlich in Ländern mit niedrigerem und mittlerem Einkommen und auf benachteiligten Bevölkerungsgruppen, die von Unternehmertum finanziell und sozial profitieren (z.B. Arbeitssuchende, Geflüchtete). Das Unternehmertum stellt oft den einzigen Weg aus der Armut dar.

Die Ergebnisse der Langzeitstudie verdeutlichen eindrucksvoll, wie gezieltes Training das unternehmerische Potenzial nachhaltig stärken kann – und liefern wertvolle Impulse für die Gestaltung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Wir gratulieren WiSo-Professorin Mona Mensmann und ihren Kolleg:innen ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.